Neuhardenberg: Schinkels Schloss und Lennés Park

Die Weite der Landschaft, ausgedehnte Felder, durchzogen von Wassergräben, dazwischen knorrige Weiden, niedrige Büsche und verstreut liegende Gehöfte – das Oderbruch am östlichen Rand Brandenburgs fasziniert mit seiner spröden Natur und ist bei Radlern besonders beliebt. Die Region durchziehen gleich mehrere gut ausgebaute Radwege, so der Oderbruchbahn-Radweg und ein Abschnitt des Oder-Neiße-Radwegs. Neuhardenberg sollte in jedem Fall auf dem Oderbruch-Besuchs-Plan stehen. Hier treffen Geschichte, Natur, Kultur, Architektur und Gastlichkeit zusammen. Wer zum ersten Mal hierher kommt, ist überwältigt von der Schönheit des strahlend weißen Schlosses in einer weitläufigen Parklandschaft. Geschaffen haben das Ensemble Neuhardenberg drei ganz Große: Die Dorfkirche – in der auch Veranstaltungen stattfinden – ist das Erstlingswerk von Baumeister Schinkel. Er ließ das einst barocke Schloss 1823 klassizistisch umgestalten. Den 17 Hektar großen Schlosspark gestalteten die Gartenkünstler Hermann Fürst von Pückler-Muskau und Peter Joseph Lenné. Heute ist das Schloss mit seinen beiden Kavaliershäusern ein Hotel, das in seiner Klarheit und Eleganz alle Voraussetzungen bietet, Ruhe zu finden, Natur zu genießen und offen für Neues zu sein. Wohl gerade deshalb ist Schloss Neuhardenberg ein begehrter Ort für Feiern und Tagungen und ein beliebter Ort für Hochzeiten. Die Kirche ist im Dorf.

In einem der Flügel des Schlosses befindet sich die neu gestaltete ständige Ausstellung zur Geschichte des Ortes und nimmt die Besucher mit auf den Weg von der Trockenlegung des Oderbruchs über preußische Staatsreformen und dem Widerstand gegen das Hitlerregime (Carl-Hans Graf von Hardenberg kam wegen seiner Beteiligung am Unternehmen Walküre ins KZ) bis hin zum sozialistischen Musterdorf Marxwalde. Hinzu kommen wechselnde Ausstellungen. Vom Frühling bis zum Spätherbst gibt es alljährlich das Neuhardenberger Veranstaltungsprogramm mit Ausstellungen, Lesungen, Debatten, Konzerten und Theateraufführungen, viele davon Open-Air im Schlosspark. Das Programm der Stiftung Schloss Neuhardenberg klingt 2021 vorweihnachtlich zum Jahresende aus. Walter Sittler & die Sextanten bringen am 26. November Erich Kästners Ein Mann im Schnee auf die Bühne der Schinkel-Kirche. Am ersten Adventswochenende, am Samstag und Sonntag, 27. und 28. November, 12-20 Uhr, findet der Neuhardenberger Schlossmarkt statt.

Und vor oder nach der Kultur? Die Brennerei serviert eine moderne Landhausküche, die einlädt, die Region zu erschmecken. Dazu gehören natürlich die hauseigenen Brennerei-Spezialitäten. Bei schönem Wetter sind die besten Plätze auf der windgeschützten Terrasse im Brennerei-Hof. Der Küchenchef hat eigens einen Kräutergarten angelegt und kennt viele seiner Lieferanten aus dem „Gemüsegarten Berlins“, wie das Oderbruch gern genannt wird.

Das komplette Veranstaltungsprogramm unter: www.schlossneuhardenberg.de

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