Schlehen

Nun blühen sie! Die Schlehen, auch Schwarzdorn genannt. Erst kommen die Blüten, dann später die Blätter. Wachsen prima an sandigen, trockenen Stellen und werden recht groß. Und sie haben lange Dornen. Wer im Spätherbst nach dem ersten Frost die blau- bereiften Schlehen ernten möchte braucht viel Geschick, lange Handschuhe oder beides. Ich seh immer aus als hätte Nachbars Kater meine Arme mit dem Kratzbaum verwechselt. Aber der Einsatz lohnt sich. Likör und Aufstrich entschädigen wirklich mit einem süßlich herben Geschmack.

Doch bis dahin dauert es ja noch. Jetzt im April summen die Bienen auf der Schlehe als gäbe es kein Morgen. Und nicht nur unsere Honigbienen. Bei den Wildbienen ist auch Hochbetrieb. Sie kriechen aus ihren Erdhöhlen, trockenen Stängeln und anderen Ritzen. Wie gut das ich als „faule Gärtnerin“ die Beete vor Mai nicht abräume. Überhaupt, woraus begründet sich eigentlich dies Bestreben, ausgerechnet den Garten steril und leer zu fegen? Ist doch viel gesünder für Mensch und Tier, zu entspannen, die Natur wachsen zu lassen und die ersten warmen Stunden von Herzen zu genießen.

Apropos genießen..hatte Kokosöl im Glas von oelix.de ausprobiert, roch ehrlich nach Kokos und war der Hit für meine Hähnchenstücke mit Sesam und Ebsenschoten zu Reis. Den Sesamsamen hatte ich zunächst im Topf ohne Fett kurz angeröstet, dann beiseite gestellt. Im Kokosöl dann die Geflügelstücke schön knusprig angebraten, herausgenommen aus dem Fett in eine Auflaufform und mit einer Mischung aus 1 Teelöffel Honig, 1-2 TL Sojasauce, etwas Chillipulver, Pfeffer, Paprikapulver und Ingwerpulver sowie Knoblauch und 2 Esslöffel Sesamöl bestrichen. Je nach Geschmack noch eine Prise Salz dazu. Dann die Sesamkörner drüber gestreut, ein Hauch Sesamöl drüber geträufelt und bei 85 Grad in den Backofen gestellt. Dort kann alles gut durchziehen während der Reis kocht. Wenn der Reis gar ist, warm stellen und nun die Erbsenschoten im Kokosöl kurz frittieren. Wer mag kann auch noch in Streifen geschnittene Paprika dazu geben. Kurz frittieren, so das das Gemüse noch knackig ist, dann aus dem Fett raus, ein Hauch Sojasoße drüber, ggf. eine Prise Pfeffer und alles zusammen servieren.  Geht immer schnell und schmeckt lecker. 

Fotos: Dr. Birger Hahnemann

ähnliche Beiträge

Eine kurze Geschichte vom langen Suchen 0 Kommentare

Eine kurze Geschichte vom langen Suchen

Provisorien – eine ganz reelle Geschichte 0 Kommentare

Provisorien – eine ganz reelle Geschichte

Heimisches Superfood: Rote Bete 0 Kommentare

Heimisches Superfood: Rote Bete

Der Dip des Tages 0 Kommentare

Der Dip des Tages

Noch keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Kommentare werden nach Überprüfung freigeschaltet. Ihre eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.